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Montag, 12 März 2018 08:24

1. FC Donzdorf I - TSV Neckartailfingen I 4:3

Wieder Tore satt gab es im Aufeinandertreffen des TSVN mit dem FC Donzdorf. Nur waren diese diesmal leider anders gewichtet als im Vorspiel (6:3), denn im Lautertalstadion drehten die Gastgeber den Spiess mit einem 4:3 um...

Der Aufwärtstrend nach dem Kirchheimer Coup wurde damit jäh gestoppt und durch die Ergebnisse der Kellermannschaften ist die Elf von Georgios Karatailidis wieder ganz nah an die bedrohte Zone heran gerückt. Der Untergrund im Donzdorfer Stadion war trocken, aber unheimlich holprig und uneben. Dadurch produzierten die Gäste im ersten Umlauf viel zu viele Stockfehler, die wiederum zu etlichen Ballverlusten führten. Diese nutzte die unheimlich schnelle und wendige Offensive des FCD zu vier Treffern in Halbzeit eins. Dabei hatte man zunächst etwas aufgeatmet, weil Peter Frömmel seine beiden Torjäger Skrobic und Simperl fehlten. Aber auch der TSV-Coach mußte überraschend fast auf die komplette Abwehr der Anfangsformation gegen den VfL Kirchheim verzichten. Da war nur Manuel Schneider übrig geblieben und dass die Viererkette in dieser Besetzung noch nie zusammen gespielt hatte, war in der fehlenden Abstimmung mehr als nur einmal zu erkennen. Tim Müller konnte zunächst nur auf der Bank Platz nehmen, Patrick Siegert und Lars Glöckler fehlten ganz.

Der TSV Neckartailfingen nahm den Schwung vom letzten Spiel mit in diese Partie und besaß nach bereits zwei Minuten eine riesige Dreifachchance. Yannick Schellander scheiterte an den Fäusten von Christian Czeisz, wurde beim Nachschuss abgeblockt und auch Moritz Krasser blieb im dritten Versuch im Abwehrgestrüpp hängen. Im Gegenzug konnte Kevin Plachy gegen Timo Leicht geradenoch zur Ecke retten. Nach acht Minuten hätten die Hausherren eigentlich führen müssen, doch Tim Schraml brachte seine Monsterchance nicht unter. Einen unwahrscheinlichen Reflex zeigte in der 16. Minute Christian Czeisz, als er gegen den nach einem Freistoß von Manuel Schneider völlig frei zum Kopfball kommenden Denis Köhler die Hände hochriss. Die Leichtgewichte Vetter, Leicht, Kolb, die Szenk-Brüder und vor allem Simon Schmid bereiteten dann zunehmend Sorge und so mußte Manuel Schneider mit einem klasse Tackling den davon eilenden Schmid im allerletzten Moment stoppen. Das Match wurde unheimlich schnell geführt und der überall präsente Schmid brachte gegen Robin Plachy die Zehenspitze dazwischen, verhinderte damit den möglichen TSV-Führungstreffer.

Eigentlich fehlten in dieser giftigen Auseinandersetzung nur die Tore, denn auch die "Latte" Tim Schraml scheiterte mit Weitschüssen. Einmal bekam Marc Vogelmann das Geschoss an die Brust (20.) und dann segelte der Ball am Dreieck vorbei (22.). Es wurde nun immer enger für die Gäste, vor allem als Timo Leicht an einer flachen Hereingabe von Simon Schmid vorbei schlitterte. Da war genau eine halbe Stunde gespielt und drei Minuten später schlug es ein. Nach wiedermal einem Ballverlust im Mittelfeld, diesmal war es Pablo Guillen, flankte Benjamin Vetter und der lange Tim Schraml hielt aus acht Metern den Schlappen hin. Und die Gastgeber legten in Person von Timo Leicht sofort nach. Den alleine gelassenen Kapitän erreichte auf der linken Seite ein weiter Flankenwechsel, Kevin Plachy kam zu spät und Leicht nagelte die Kugel unhaltbar ins Netz (35.). Danach versandete ein Solo von Robin Plachy und Torhüter Czeisz verhinderte mit einer weiteren Prachtparade den Anschlußtreffer von Denis Köhler (39.).

Vogelwild ging es in den letzten beiden Minuten vor dem Halbzeitpfiff zu. Eine Flanke brachte Nico Kolb von der Aussenlinie zurück und Joshua Szenk hämmerte die Kugel zum 3:0 in die Maschen (43.). Geradenoch zur rechten Zeit schien danach der Neckartailfinger Anschlusstreffer gefallen zu sein. Manuel Schneider hob einen Freistoß in den Strafraum und Matthias Wilhelm beförderte den Ball per Kopf ins lange Eck (45.). Doch wieder war die Defensive im Gegenzug nicht im Bilde, ließ Nico Kolb völlig unbehelligt und dessen Querpass nutzte Timo Leicht in der Nachspielzeit zum 4:1. Dieser Gegentreffer könnte vermutlich der Knackpunkt in diesem Spiel gewesen sein, weil ohne diesen zwei Minuten nach Wiederbeginn alles wieder offen gewesen wäre. Da nämlich spurtete Manuel Schneider die linke Seite hinunter, wurde von Moritz Krasser bedient und schaufelte dann über den herauslaufenden Czeisz hinweg zum 2:4 unter den Balken. Zwar tauchte der FC in der Folgezeit hin und wieder weiterhin brandgefährlich im TSV-Strafraum auf, doch wurden diese Besuche immer seltener. Nachdem Marc Vogelmann gegen Matthias Riegert glänzend abgewehrt hatte, übernahmen die Gäste immer mehr das Zepter.

In der 62. Minute klatschte ein satter Kopfball von Robin Plachy an die Latte. Der an diesem Tag sehr auffällige Kapitän Schneider hatte geflankt. Eine starke Viertelstunde vor Schluss gelang dann doch der Anschlusstreffer. Robin Plachy wurde von Yannick Schellander mit einem famosen Gassenball geschickt und der TSV-Torjäger war nicht mehr einzubremsen, ließ auch Czeisz mit seinem Flachschuss keine Chance (74.). Jetzt wußten sich der FC Donzdorf nur noch mit vielen taktischen Fouls und Zeitschinden zu helfen. Dass dies der ansonsten gute Schiedsrichter, der die für ihn schwierige Partie mehr als ordentlich leitete, später nur mit zwei Minuten Nachspielzeit nicht höher bestrafte, muss ihm allerdings angekreidet werden. Letzten Sonntag mußte der TSV fünf Minuten für wesentlich weniger überstehen. In dieser hitzigen Schlussphase rannte der Gast aus dem Aileswasen permanent an und wenn der eingewechselte Max Schraitle gegen den ziehenden und zerrenden Simon Andres etwas cleverer agiert hätte, hätte er vielleicht den Elfmeter bekommen können (86.). Der Torschrei auf den Lippen erstarb dem TSV-Anhang auf der Tribüne in der 88. Minute, denn Manuel Schneiders Schlenzer von der linken Seite streichelte den Pfosten des langen Eckes.

So brachten die Schützlinge von Peter Frömmel den auf Grund der ersten Halbzeit verdienten Sieg ins Ziel. Der TSV dagegen hatte sich eben in diesem Spielabschnitt den Erfolg versaut und rutschte durch die Niederlage auf den 12. Platz ab. Im brisanten Derby gegen den FV Neuhausen ist man nun wieder in Zugzwang, zumal die Kellerkinder ihre Hände nicht in den Schoss gelegt und fast allesamt gepunktet haben.

1. FC Donzdorf: Czeisz, Riegert, Andres, Schraml, Leicht, Schmid, Vetter, Marc-Simon Szenk, Heinzmann (73. Bauer), Joshua Szenk, Kolb (46. Mannhardt

TSV Neckartailfingen: Vogelmann, Aktas, Falter (46. Müller), Schneider, Krasser, Köhler (70. Nagel), Matthias Wilhelm (78. Schraitle), Pablo Guillen, Robin Plachy, Kevin Plachy (46. Wenzelburger), Schellander

Schiedsrichter: Philipp Renz (Plochingen)

Zuschauer: 120

Tore: 1:0 (33.) Schraml, 2:0 (35.) Leicht, 3:0 (43.) Joshua Szenk, 3:1 (45.) Matthias Wilhelm, 4:1 (45.+1) Leicht, 4:2 (47.) Schneider, 4:3 (74.) Robin Plachy          

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