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Montag, 11 März 2019 08:34

TSV Neckartailfingen I - 1. FC Donzdorf I 0:4

Die zweite 0:4-Klatsche innerhalb drei Tagen handelte sich der TSVN zum Punktspielauftakt ein. Die unbefriedigende Wintervorbereitung und die schon wieder ausufernde Ausfallliste scheinen dem Seriensieger aus dem Vorjahr nun auf die Füße zu fallen...

Gegenüber der peinlichen Panne beim A-Ligisten Reichenbach am Donnerstag war die Vorstellung allerdings von gesteigerter Qualität, was wiederum auch nicht schwer war. Trotz der Abwesenheit von Benjamin Frimmel, Pablo Guillen, Max Sperl, Bastian Nagel und kurzfristig Robin Plachy wäre gegen den FCD durchaus was drin gewesen. Die Gäste aus dem Lautertal wirkten nämlich bei weitem nicht so stark wie im Vorspiel, indes die Leistung der Truppe von Michael Schöffel reichte immer noch für einen deutlichen Sieg.

Schließlich humpelte der angeschlagene Abwehrchef Lars Glöckler zu allem Überfluß nach 53 Minute wieder vom Feld und auch beim erkälteten Noah Wagner reichte die Kraft nur für eine Stunde. Allesamt also Negativfaktoren, die nicht kompensiert werden konnten. Dazu resultierte der Donzdorfer Führungstreffer durch Marc Heinzmann aus der 20. Minute aus einem sekundenlangen Gestochere im Fünfmeterraum bis der lange Verteidiger die Kugel schließlich über die Linie bugsieren konnte. Zuvor hätte es aber längst 1:0 für die Hausherren stehen müssen. Zunächst köpfte der umtriebige, aber unglücklich agierende Michael Bezirgiannidis eine Flanke von Manuel Schneider völlig freistehend aus fünf Meter neben den Pfosten (8.) und dann vergab der Plachy-Vertreter in der 14. Minute die dickste TSV-Chance während des gesamten Spiels.

„Beze“ hatte einen Rückpass gerochen und schon Torhüter Patrick Ruppert umkurvt. Doch dann machte der Co-Trainer alles falsch. Sein Abschluss segelte meterweis über den Kasten, dabei hätte er nur quer legen müssen und Yannick Schellander hätte die leere Kiste vor sich gehabt. Der Donzdorfer Führungstreffer veränderte danach das Geschehen und die Elf aus dem Lautertalstadion stand mehrmals vor dem 0:2. Nach genau einer halben Stunde war erneut Michael Bezirgiannidis im Mittelpunkt des Geschehens als er wiederum von Kapitän Schneider gesucht wurde. In bester Position rutschte dem Angriffsführer das Zuspiel jedoch über den Schlappen.

Im zweiten Umlauf setzte der FCD zunächst seine Überlegenheit bis zur 60. Minute fort. Just da aber fing der TSVN an, druckvoller zu agieren und stand durch Yannick Schellander und Noah Wagner kurz vor dem Ausgleich. Ein fataler Fehlpass in den Rücken von Stefan Wilhelm durch Philipp Wenzelburger beendete die Neckartailfinger Drangphase, denn dadurch hatte Timo Leicht in der 67. Minute leichtes Spiel die Vorentscheidung herbei zu führen. Benjamin Klement aus höchst abseitsverdächtiger Position (84.) und Martin Stahl (89.), der einen Lattenabpraller einschob, setzten noch zwei Treffer drauf und gestalteten damit das Ergebnis ungerechtfertigt hoch.

Etliche Vorbereitungsspiele, das Pokalmatch in Reichenbach und nun die Saisonfortsetzung ließen nun die fast schon unheimliche Superform vor der Winterpause gänzlich vergessen. Da allerdings konnten die Schützlinge von Alberto Guillen und Michael Bezirgiannidis stets immer mit der stärksten Formation beginnen. Was dagegen jetzt schon wieder in Sachen Ausfälle passiert, ist einfach nur frustrierend. Eben die Siegesserie hatte gezeigt, dass der Bezirksligadino zum vorderen Drittel des Oberhauses gehört, wenn er einmal von Verletzungen und Krankheiten verschont bleiben würde.

TSVN: Vogelmann, Schneider (85. Kevin Plachy), Bayha, Krasser, Wagner (63. Spengler), Glöckler (53. Stefan Wilhellm), Luis Guillen, Matthias Wilhelm, Wenzelburger, Schellander, Michael Bezirgiannids (63. Timo Bezirgianidis)

FC Donzdorf: Ruppert, Bauer, Schraml, Klement (90. Gaugel), Leicht (79. Eisele), Simperl (69. Stahl), Schmid, Vetter, Heinzmann, Mroz, Kolb (88. Fiedler)

Schiedsrichter: Quendrim Mustafaj (Fellbach)

Zuschauer: 150

Tore: 0:1 (20.) Heinzmann, 0:2 (67.) Leicht, 0:3 (84.) Klement, 0:4 (89.) Stahl

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