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Montag, 09 September 2019 08:08

TSVN I - TV Nellingen I 3:0

Der Angstgegner TV Nellingen kam mit zwei knappen Dreiern im Rücken in den Aileswasen, doch die Frage nach dem Sieger stellte sich so gut wie nie...

Es war eine souveräne und sehenswerte Vorstellung, die der TSVN seinem Anhang an diesem regnerischen Sonntag bot. Der Lohn dafür ist der zweite Platz, was freilich nicht zu hoch gehängt werden darf. Sozusagen als eine Momentaufnahme sollte der Spitzenrang angesehen werden. Trotzdem muss der Mannschaft für diesen Auftritt ein uneingeschränktes Lob gezollt werden, denn optimales Pressing und eine noch selten da gewesene Passsicherheit kennzeichneten das Spiel der Aileswasen-Kicker.

Basierend auf einem bombensicheren Torhüter Marc Vogelmann ist die grünweisse Abwehr zu einem Bollwerk geworden. In der Innenverteidigung hat sich mit Lars Glöckler und Matthias Wilhelm ein Pärchen gefunden, das erneut überhaupt nichts anbrennen ließ. Da auch die beiden Außen Noah Wagner und Luis Guillen alles im Griff hatten und sogar noch viel für die Offensive taten, war der Nellinger Angriff praktisch nicht existent. Im zentralen Mittelfeld herrschte der ballsichere und zweikampfstarke Max Sperl zusammen mit Kilometerfresser Yannick Schellander. Ben Twardygrosz erweist sich als die erhoffte Verstärkung und auch auf Bastian Nagel ist wieder Verlass.

Für die Tore zuständig waren zwei Mann. Darius Stehling machte sein bisher bestes Spiel im grünen Dress und legte Moritz Krasser zweimal mustergültig auf. Der kickende Co-Trainer drehte seine Formspirale weiter nach oben und avancierte zum dreifachen Torschützen. Nach diesem Auftritt kann die Mannschaft mit breiter Brust nach Neidlingen fahren.

Die erste, wenn auch zaghafte, Torannäherung verzeichneten die Gäste aus Ostfildern. Tayip Abanoz Schuss am langen Eck vorbei entpuppte sich jedoch als kaum Furcht einflößend (9.). Auf der anderen Seite lupfte Bastian Nagel in Richtung Elfmeterpunkt, wo Darius Stehling allerdings knapp verfehlte (19.). Auch bei einem abgeblockten Versuch nach einer Ecke stand der Ex-Frickenhäuser zwei Minuten später im Brennpunkt. Langsam deutete sich was an und neunzig Sekunden danach lag der TSVN tatsächlich 1:0 in Führung. Moritz Krasser war selbst gefoult worden und drehte den Freistoß vom Sechzehnereck unhaltbar in die kurze Dreiangel.

Eine der ganz seltenen, dafür aber die dickste Chance besaß der TVN in der 26. Minute. Plötzlich kam Marcel Lauxmann von rechts außen im Strafraum frei zum Schuss. Mit einem phänomenalen Fußreflex konnte der kalte Marc Vogelmann jedoch abwehren und Yasin Konyali verfehlte mit seinem Nachschuss den Kasten meterweit. Fast hätte Ben Twardygrosz nach einer halben Stunde einen Schellander-Freistoß mit dem Kopf versenkt und dann erhielten die Gäste in der 32. Minute nochmals die Möglichkeit zum Ausgleich. Aus identischer Position wie Moritz Krasser scheiterte aber Suleyman Sanyang am unglaublich souveränen 23jährigen TSV-Keeper Vogelmann.

Darius Stehling war es, der in der 38. Minute das 2:0 einleitete. Auf dem rechten Flügel war er nicht zu halten, legte überlegt quer und „Mo“ Krasser nutzte eine Unsicherheit von Sebastian Grochol aus sieben Metern eiskalt. Krasser – Twardygrosz – Stehling hießen die Stationen einer klasse Kombination in der 44. Minute, die mit einem Eckball endete. Die Gefahr im Ansatz erstickte kurz vor dem Pausenpfiff Marc Vogelmann, als er sich aufmerksam eine aufsetzende Hereingabe vor dem lauernden Konyali griff.

Der zweite Umlauf hätte nicht besser beginnen können als dies in der 48. Minute passierte. Wieder war Darius Stehling, diesmal auf dem linken Flügel, nicht zu bremsen. Sein Solo in den Strafraum schloss er mit einem punktgenauen Zuspiel auf Moritz Krasser ab und der traf knochentrocken aus acht Metern zum 3:0 ins kurze Eck. Es war die Entscheidung, auch weil die Jungs von Alberto Guillen dem Angstgegner einfach nichts gestatteten. Im Gegenteil. Fast hätte Bastian Nagel eine erneute Stehling-Flanke mit dem Kopf verwertet (52.) und in der 61. Minute stand eigentlich schon das 4:0 auf dem Notizzettel. Lauxmann und Steven Helaimia wussten sich gegen Krasser nur mit einer Zange zu erwehren und der fehlerlose Kevin Schmidt aus Rottenburg zeigte sofort auf den Punkt. Yannick Schellander vergab jedoch seinen ersten Elfmeter, weil Sebastian Grochol den nicht schlecht getretenen Strafstoß stark um den Pfosten lenken konnte.

Die bis dato verlustpunkt- und gegentorfreien Schützlinge von Furkan Uysal gaben zwar nie auf und kämpften in einer sehr fairen Partie unverdrossen weiter, allein, sie konnten den TSV weiterhin nicht in Verlegenheit bringen. Auch ein nochmaliger Freistoß aus günstiger Position durch Yasin Konyali brachte nichts ein (86.), weil Marc Vogelmann einfach zu sicher war. Der Bezirksligadino hatte den Tabellendritten mit fairsten Mitteln und ohne gelbe Karte aus dem Spiel genommen und völlig verdient 3:0 bezwungen.

 

TSVN: Vogelmann, Krasser (90. Stefan Wilhelm), Wagner, Glöckler, Luis Guillen (84. Schneider), Matthias Wilhelm, Nagel (74. Schöner), Stehling, Sperl, Schellander, Twardygrosz

TV Nellingen: Grochol, Tamba (55. Seehas), Dölker (83. Celiktas), Lauxmann, Tellioglu, Helaimia, Reitzle, Sitter (55. Kalender), Konyali, Abanoz (46. Feliks), Sanyang

Schiedsrichter: Kevin Schmidt (Rottenburg)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 (23.) Krasser, 2:0 (38.) Krasser, 3:0 (48.) Krasser

Besondere Vorkommnisse: Grochol hält Elfmeter von Schellander (61.)

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