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Montag, 11 November 2019 08:32

TSVN I - 1. FC Eislingen 0:1

Der TSVN verlor ein typisches 0:0-Spiel, weil Nebih Kadrija in der 74. Minute einen entscheidenden Zweikampf gewann. Die Grünweißen bewegten sich auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer und standen dicht vor einem Punktgewinn...

Beide Torhüter erlebten einen vergleichsweise ruhigen Nachmittag, denn die zwar schnelle, aber zerfahrene Partie geriet zum Abnutzungskampf im Mittelfeld. Während Marc Vogelmann sein Können gar nicht zeigen konnte, musste Sven Ullrich wenigstens einmal richtig ran. Und das war bereits in der 3. Minute, als Benjamin Frimmel den startenden Darius Stehling bediente, der aber alleine am mit einem klasse Fußreflex rettenden FC-Goalie scheiterte.

In der Folgezeit agierte der Spitzenreiter etwas gefährlicher. So war es Timo Khalil der von halbrechts das entfernte Eck anvisierte, dieses jedoch hauchdünn verfehlte (10.). Eng wurde es auch bei einem Eckball von Waldemar Hechler, der fastgar hinten ins Dreieck gefallen wäre. In der 29. Minute wähnten sich die Gäste von der Fils in Führung. Torjäger Khalil hatte getroffen, doch der ohne Fehl und Tadel leitende Halil Aslan aus Bermaringen hatte eine Abseitsstellung des Schützen erkannt. Hätte kurz darauf (32.) die Präzision bei einem Pass von Darius Stehling gestimmt, wäre Yannick Schellander durch gewesen. So aber konnte der aufmerksame Sven Ullrich den etwas zu weiten Ball weg schnappen. Eben die Genauigkeit fehlte genauso Mario Brenner, der in der 35. Minute einen Rückpass von Khalil freistehend weit am Vogelmann-Gehäuse vorbei drosch.

Der TSV-Keeper wurde weiterhin kaum gefordert und so war einzig ein dann doch zu schwacher Khalil-Schuss aus 18 Metern für Vogelmann als Arbeitsnachweis zu werten. Ziemlich wild ging es kurz vor dem Pausenpfiff im Neckartailfinger Sechzehner zu. Letztendlich konnte die gut stehende Abwehr um Matthias Wilhelm und Lars Glöckler die Situation bereinigen.

Auf der anderen Seite bissen Darius Stehling und Ben Twardygrosz trotz aller Bemühungen beim Innenverteidigerpaar Thomas Scheuring und Nicolas Schreiber immer wieder auf Granit. Der Spielertrainer und sein Kapitän standen bombensicher und so geriet das Tor von Ullrich im zweiten Umlauf nicht ein einziges Mal in Gefahr. Weil auch die Gastgeber dem Spitzenreiter wenig gestatteten, verhielt sich das auf der anderen Seite deckungsgleich. Nur Waldemar Hechlers gefährlicher Flachschuss aus 19 Metern hatte das Zeug zu einem kurzen Aufreger (55.).

Es schien alles auf ein insgesamt gerechtes 0:0 hinaus zu laufen, auch weil Eislingen überraschend den gefährlichen Khalil runter nahm und dafür mit Timo-Heiko Webinger einen Mittelfeldspieler brachte. Manuel Schneider stand schon zur Einwechslung für Noah Wagner an der Seitenlinie bereit, da musste der schon etwas ausgepumpte Verteidiger bei einer hohen Hereingabe nochmals in ein Luftduell gehen. Am Fünfmetereck war der vom SV Göppingen gekommene Nebih Kadrja cleverer und gewann den Zweikampf. Allerdings hatte der Sturm-Routinier auch Glück, dass die herab fallende Kugel vor sein Schussbein tropfte. Dies nutzte der Torjäger mit einem für Marc Vogelmann nicht zu haltenden flachen Geschoss, das am hinteren Pfosten einschlug (74.).

Danach fehlte den Schützlingen von Alberto Guillen und Moritz Krasser die Frische, um auf dem immer schwieriger zu bespielenden tiefen Geläuf nochmals eine Wende herbei führen zu können. Für den gezeichneten Benjamin Frimmel kam der erst am Freitag aus den USA zurück gekehrte Pablo Guillen, der aber natürlich keine Wunder vollbringen konnte. Auch bei Yannick Schellander und Max Sperl war der Tank leer und vorne standen Stehling und Twardygrosz gegen die bombensicheren Schreiber und Scheuring weiterhin auf verlorenem Posten.

Nach dieser Niederlage und dem gleichzeitigen Plochinger Sieg befindet sich der TSV nur noch einen Rang vor dem Relegationsplatz, den nun der FV Faurndau inne hat. Gegen beide müssen die Grünhemden in diesem Jahr noch antreten. Zunächst allerdings geht es ins ungeliebte Ankenstadion nach Kuchen. Beim FTSV, der momentan noch abgeschlagen zusammen mit dem FC Rechberghausen direkter Absteiger wäre, konnte in all den Jahren der gemeinsamen Bezirksligazugehörigkeit nur einmal gewonnen werden. Ein Dreier im Filstal ist aber diesmal bereits am Samstag (14.30) unerlässlich, denn sonst würde es im Aileswasen äußerst ungemütlich werden.

TSVN: Vogelmann, Frimmel (76. Pablo Guillen), Wagner (74. Schneider), Glöckler (87. Schöner), Luis Guillen, Matthias Wilhelm, Stehling, Sperl, Wenzelburger, Schellander (78. Nagel), Twardygrosz

FC Eislingen: Ullrich, Arngold, Schreiber, Brenner, Khalil (69. Webinger), Scheuring, Kadrija (90. Bernecker), Djokic (78. Delic), Hechler, Schmidt (87. Sahin), Abramowitz

Schiedsrichter: Halil Aslan (Bermaringen) leitete fehlerlos

Zuschauer: 100

Tor: 0:1 (74.) Kadrija

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