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Sonntag, 01 Dezember 2019 17:30

FV Faurndau I - TSVN I 3:1

Eine in allen Belangen verdiente Niederlage handelte sich der TSVN beim seitherigen Hintermann FV Faurndau ein und ist damit auf den Relegationsplatz abgerutscht...

Während der limitierte FV Vorwärts mit einfachsten Mitteln agierte, versuchten es die Gäste mit Feingeistfußball und zogen so auf dem Kunstrasenfeld im Dittlau ein ums andere Mal den Kürzeren. Freilich wäre mit einer intakten und personell nicht so gebeutelten Truppe gegen diese Faurndauer Mannschaft nichts angebrannt. Doch die Elf von Cosimo Malerba war sich mehr der Bedeutung dieses Matches bewusst und ließ mit viel Aggressivität nichts zu. So kam der Gast aus dem Aileswasen in der 14. Minute zu seiner einzigen Möglichkeit, als Benjamin Frimmel eine der seltenen guten Kombinationen über Schellander, Twardygrosz und Stehling abschloss. Torhüter Michael Skrzypiec musste hier zum einzigen Mal ernsthaft eingreifen.

Dreimal konnten Nachlässigkeiten von Benjamin Frimmel, Max Sperl und Noah Wagner durch die Hausherren nicht genutzt werden, weil Marc Vogelmann jeweils aufpasste und glänzend parierte. Der vierte Ballverlust, den sich Pablo Guillen leistete, wurde in der 42. Minute von Umut Sat jedoch bestraft. Der Ex-Boller bekam den Ball durchgesteckt und mit der Picke tickte der Torjäger die Kugel unhaltbar ins lange Eck. Es war eigentlich der Anfang vom Ende, denn nach vorne brachten die Grünweissen kaum was Brauchbares zustande.

Nach dem Wechsel wurde das Spiel der Gäste aus dem Aileswasen immer zerfahrener und Fabio Malerba (51.), sowie Umut Sat (52.) scheiterten innerhalb sechzig Sekunden an der Lattenkante und dem Außenpfosten. Es waren sozusagen die Vorboten des 2:0, das in der 55. Minute dann auch fiel. Wieder hatte Marc Vogelmann klasse reagiert, gegen den Nachschuss von Patrick Haug war allerdings kein Kraut mehr gewachsen. Während die Ecken und Freistöße des TSV wiedermal ein einziges Desaster waren, produzierte der FVF erheblich gefährlichere Standards. Die kamen mit Zug und vor allem präzise. So in der 86. Minute, als der überragende Alex Baum quasi mit mehrmaliger Ansage Robert Klein im Strafraum flach anspielte und der problemlos das 3:0 erzielen konnte.

Dass den völlig aus der Bahn geratenen Kickern vom Aileswasen in der 90. Minute das 3:1 gelang - Darius Stehling traf aus 17 Metern flach und scharf ins Eck -  verschönerte das Ergebnis viel zu sehr. Neben dem nun innehabenden Relegationsplatz kommt weiteres Ungemach hinzu, denn durch den überraschenden Sieg des FTSV Kuchen gegen Eislingen rückt der erste direkte Abstiegsplatz auf vier Punkte heran, ganz zu schweigen von all den anderen ungünstigen Ergebnissen dieses Spieltages. Zudem nimmt die Personalsituation in dieser Saison fast schon groteske Züge an. Lars Glöckler, die Zuverlässigkeit in Person, ist nun auch weggebrochen und wird den Rest der Saison vollends fehlen. Ein Philippinen-Trip und sein im Frühjahr beginnendes Studium in Spanien sind die Gründe. Für ihn musste Max Sperl zurück in die Viererkette gezogen werden und dessen Präsenz fehlte folglich unübersehbar im Mittelfeld. Es kommen schwere Zeiten auf die Guillen-Schützlinge zu und werden die restlichen beiden Begegnungen gegen Weilheim und Plochingen ebenfalls verbockt, herrscht im Aileswasen Alarmstufe eins.

FV Faurndau: Skrzypiec, Baum, Hänßler, Hamann, Haug, Leu (88. Sven Klein), Moll (76. Mayer), Kaschuba (88. Ahrun), Sat, Tulgar, Malerba (78. Robert Klein)

TSVN: Vogelmann, Frimmel (74. Stumpe), Wagner, Luis Guillen, Matthias Wilhelm, Stehling, Sperl, Wenzelburger (58. Schöner), Pablo Guillen, Schellander (58. Nagel), Twardygrosz

Schiedsrichter: Peter Huber (Lichtenstein)

Zuschauer: 40

Tore: 1:0 (42.) Sat, 2:0 (55.) Haug, 3:0 (86.) Robert Klein, 3:1 (90.) Stehling

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