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Montag, 14 September 2020 07:22

TSVN I - VfL Kirchheim 2:4

Eine viel zu hohe Fehlerquote produzierte der TSV Neckartailfingen, um gegen eine Spitzenmannschaft wie den VfL Kirchheim etwas holen zu können. Außerdem fehlte diesmal das Spielglück und dazu kam ein äußerst ungünstiger Verlauf der Partie...

Das fing bereits in der 3. Minute an, als keiner einen „Mondball“ ernst nahm. Der wurde per Kopf weitergeleitet und Karlo Mandir kam in klarer Abseitsposition an den aufspringenden Ball. Auch Marc Vogelmann war noch nicht richtig bei der Sache und brach auf halbem Weg ab, sodass Mandir den Keeper elegant überlupfen konnte. TSV-Fans und VfL-Anhänger, die auf Ballhöhe standen, unisono: „Eindeutig abseits“. Leider hatte es der nicht immer sichere Max Angenendt aus Ulm nicht gesehen.

Dieser Treffer zum 1:0 war der Auftakt zu einer vogelwilden ersten Halbzeit und nach einer Ecke ging es vor der Kirchheimer Torlinie erstmals turbulent zu. Doch Moritz Krasser und Maurice Grözinger brachten die Kugel nicht durch ein Dutzend Abwehrbeine (13.). Dann wäre Grözinger weg gewesen, wurde aber klar gehalten und auch das sah der Referee nicht (17.). Eine Minute später fiel trotzdem der Ausgleich. Moritz Krasser passte und Robin Plachy war nicht aufzuhalten. Wieder sechzig Sekunden darauf warf sich Torhüter Nico Nagel dem anstürmenden Krasser entgegen und rettete spektakulär.

Durch die nächste Nachlässigkeit geriet der TSV wieder in Rückstand. Einen Bogenball wollte Manuel Schneider rückwärts ins Toraus köpfen. Der flinke Tim Sternemann erlief sich die zu kurze Abwehr, gab nach innen und erneut Mandir traf zum 1:2 (21.). Es blieb jedoch nicht dabei, denn der Doppelschlag folgte umgehend (22.). Die Abwehr der Hausherren war zum dritten Mal abwesend und Dominic Cseri nutzte dies rigoros zum 1:3. Nach einem Ballverlust von Pablo Guillen musste Marc Vogelmann in der selben Spielminute gar noch den Totalschaden verhindern. Die Offensivaktionen setzten sich auf beiden Seiten fort und „Mo“ Krasser brachte mit seinem Steilpass erneut Robin Plachy ins laufen. Der Kapitän war wiederum nicht zu halten und ließ Nico Nagel zum zweiten Mal keine Chance.

Einen dicken Patzer von Matthias Wilhelm konnten die Gäste in der 36. Minute nicht nutzen und doch war der Spielverlauf gegen die Grün-Weißen. Die Trinkpause-Nachspielzeit sollte, wie sich später heraus stellte, den Gastgebern das Genick brechen. Und dies auf unglücklichste Art und Weise. Der Ex-SGEH'ler Tim Sternemann war auf Rechtsaußen nicht zu stoppen und in seine flache, scharfe Hereingabe musste der bis dato beste Abwehrmann, Noah Wagner, mit Risiko hinein gehen. Sein Rettungsversuch endete zum Entsetzen der Neckartailfinger Fans im eigenen Netz. Einen Vorwurf konnte Wagner hier jedoch keiner machen.

Nach der Pause schaltete der VfL Kirchheim auf Verwaltung und nahm die Hausherren routiniert aus dem Spiel. So wurde Robin Plachys Durchbruch am Sechzehnereck robust gestoppt. Max Angenendt ließ die gelbe Karte zur Verwunderung aller stecken. Auch der in der Regel fehlerfreie Lars Glöckler war an diesem Tag nicht von Patzern gefeit. Marc Vogelmann verhinderte gegen Sternemann den endgültigen K.O (54.). Der aber war ja eigentlich schon vollzogen, wenngleich Maurice Grözinger beinahe einen Hoppelball einlenken hätte könne (58.) und wenig später nochmals Grözinger im Duett mit Nicolai Berger vor dem neuerlichen Anschlusstreffer stand. Pablo Guillens harter Flachschuss aus 17 Metern wurde von Nico Nagel (77.) ebenso sicher abgewehrt, wie ein Krasser-Versuch in der Nachspielzeit, als der Kirchheimer Schlussmann klasse parierte.

Der TSV Neckartailfingen reichte nicht an die Form des Pokalspiels heran und so konnte der VfL nicht ein zweites Mal bezwungen werden. Diese erste Saisonniederlage ist allerdings kein Beinbruch, denn die Punkte müssen gegen andere Mannschaften geholt werden. Auf dem Plochinger Pfostenberg geht ein solches Spiel am kommenden Sonntag über die Bühne.

TSVN: Vogelmann, Schneider (84. Schneller), Krasser, Pablo Guillen, Wagner, Glöckler, Luis Guillen (56. Grech), Matthias Wilhelm, Plachy, Grözinger, Schellander (56. Berger)

VfL Kirchheim: Nagel, Grahic, Sternemann (74. Sascha Flegel), Memic (46. Piskureck), Cseri, Alavac, Mandir, Helber, Hummel, Kaiser, Fischer (82. Dennis Flegel)

Schiedsrichter: Max Angenendt (Ulm)

Zuschauer: 150

Tore: 0:1 (3.) Mandir, 1:1 (18.) Plachy, 1:2 (21.) Mandir, 1:3 (22.) Cseri, 2:3 (27.) Plachy, 2:4 (45.+1 Eigentor) Wagner

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