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Freitag, 24 September 2021 21:57

TSVN - SpV 05 Nürtingen 2:2

Es war kein Leckerbissen, den die beiden Lokalrivalen den 200 Zuschauern boten. Am Ende stand es durch einen Treffer von Nicolai Berger in letzter Sekunde 2:2, was eher für den TSVN glücklich war...

Der Bezirksliga-Oldie dominierte die ersten Minuten gegen den Newcomer vom Waldheim eindeutig und rein gar nichts deute darauf hin, dass es nach elf Zeigerumdrehungen 0:2 stehen würde. Als Daniel Lang seinem Namen alle Ehre machte und sich mächtig strecken musste, um einen 22-Meter-Kracher von Maurice Grözinger um den Pfosten biegen zu können, verfestigte sich die Hoffnung auf den nächsten Dreier. Leichtsinnigkeiten im Defensivverhalten nutzten danach Mithat-Mert Demir (8.) und Nai Amekpo (11.) eiskalt aus und vorbei war es mit der Herrlichkeit. Es ging eigentlich so gut wie gar nichts mehr und so fiel der Anschlusstreffer wie aus heiterem Himmel.

Moritz Krasser wurde an der Strafraumgrenze angespielt und der setzte den Ball trocken ins linke untere Eck (33.). Nach einem Eckball herrschte erstmals im SpV-Strafraum Alarmstufe eins, doch keiner kam entscheidend an die umher flippernde Kugel. Nach Wiederbeginn folgte sofort die nächste TSV-Möglichkeit, als Felix Krasser eine Eck flach an die Sechzehnerlinie spielte, Robin Plachy direkt abzog und Daniel Lang allergrößte Mühe hatte, im Nachfassen zu retten. Im direkten Konter war es dann auf der Gegenseite Marc Vogelmann, der gegen Amekpo großartig hielt (47.).Der wieder genesene TSV-Keeper musste fünf Minuten später erneut ran und parierte einen „Strahl“ von Mithat-Mert Demir in Klassemanier.

In der 79. Minute regten sich die einheimischen Fans zum wiederholten Male über Schiri Felix Rauch auf, als der eine Zange gegen Felix Krasser nicht mit Elfmeter bestrafte (79.). Die Volksseele wäre wahrscheinlich zum Kochen gekommen, wenn nicht Marc Vogelmann wieder im direkten Konter gegen Amekpo das 1:3 verhindert hätte. Und in den Minuten 86 und 87 hätten Sanna Jatta und Demir den Sack für die Gäste zumachen können, ja müssen. Sie ließen die dicken Dinger liegen und das wurde in der Nachspielzeit bestraft. Nicolai Berger hatte in den Minuten zuvor zwei Alleingänge nicht energisch genug abgeschlossen, doch in der 92. Minute zog er sein Ding durch und zeigte dabei sein Potential eindrucksvoll auf. Auf Links war er nicht einzubremsen, kurvte in den Strafraum und ließ Daniel Lang mit einem satten Schrägschuss keine Chance. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gastgeber schon ein paar Minuten nur noch zu zehnt, weil sich Lukas Häfner verletzte und das Wechselkontingent ausgeschöpft war.

Auf Grund des späten Zustandekommens des 2:2 und der beiden Riesenchancen für die SpV kurz vor dem Ausgleich muss der TSV-Sieg als glücklich bezeichnet werden. Überhaupt hielt das Derby nicht den Erwartungen stand, wobei bezeichnend war, dass die beiden Torjäger Robin Plachy (abgesehen von der 47. Minute)  und Nazifou Mamanzougou zu keiner einzigen nennenswerten Möglichkeit kamen. Auch wenn man im Aileswasen insgeheim mit drei Punkten gerechnet hatte, so darf man über den Teilerfolg doch froh sein.

TSVN: Vogelmann, Moritz Krasser, Glöckler, Luis Guillen (26. Berger), Matthias Wilhelm, Nagel (77. Baumann), Felix Krasser, Plachy, Schruff (66. Grech), Grözinger (58. Häfner), Schellander

SpV 05 Nürtingen: Lang, Kevin Feuerbacher , Mohammad (87. Maurice Feuerbacher) , Bojang, Amekpo, Mamanzougou (46. Minteh), Adoh, Sama (64. Jatta), Demir, Mensah (74. Bassa), Jasny

Schiedsrichter: Felix Rauch

Zuschauer: 200

Tore: 0:1 (8.) Demir, 0:2 (11.) Amekpo, 1:2 (33.) Moritz Krasser, 2:2 (90.+2) Berger

Gelesen 221 mal Letzte Änderung am Freitag, 24 September 2021 22:28
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