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Sonntag, 21 November 2021 13:36

TSVN I - Türk.SV Donzdorf 1:4

Der Heimfluch setzt sich fort, wenngleich die nächste Panne auf eigenem Terrain gegen eines der Top-Teams der Liga nicht überraschend kam. Den Unterschied machte an diesem Tag aber nur einer aus: Tarik Serour...

Die Spiele werden weniger, der Abstand zum rettenden Ufer wird weiter. Der Kontostand bleibt bei neun Punkten, was den TSV immer näher in Richtung Konkurs treibt. Dabei wäre gegen den offensivstarken Türk.SV Donzdorf durchaus was drin gewesen, und das obwohl es bereits nach 19 Minuten 0:2 stand. In der Anfangsviertelstunde war auf dem äußerst schwierig zu bespielenden Trainingsplatz kein Unterschied zwischen beiden Mannschaft erkennbar. Und dann kassierst du aus dem Nichts einen Gegentreffer, den man nur hinnehmen muss, wenn du im Keller stehst.

Tarik Serour, eher ein schmächtiger Geselle, aber ausgestattet mit einer Schussgewalt, die ein Pferd umlegen würde, feuerte einen Freistoß aus 30 Metern in Richtung Marc Vogelmann. Das Geschoss wurde durch einen Kopf in der Mauer zum Bogenball und senkte sich hinter dem verdutzten Keeper in die Maschen. Und das nächste Unglück war nur vier Minuten entfernt. Schiri Ronny Eberhardt übersah ein ziemlich deutliches Abseits und Marc Vogelmann holte dann den allein auf ihn zusteuernden Serour von den Beinen. Fatih Özkahraman, von dem sonst nicht viel zu sehen war, verwandelte den berechtigten Strafstoß souverän.

Als Bastian Nagel zwei Minuten nach dem Seitenwechsel nach einem Freistoß von Manuel Schneider aus dem Getümmel abstaubte und den Anschlusstreffer besorgte, wurde der Gast aus Donzdorf unsicher und die Partie drohte mehrmals zu kippen. Sie tat es nicht, auch weil die finalen Zuspiele entweder zu schlampig gespielt wurden oder erst gar nicht versucht wurden. So zum Beispiel in der 18. und 58. Minute. Beidesmal hätten Maurice Grözinger und Manuel Schneider auf der völlig verwaisten linken Seite einen Freifahrtschein lösen können, doch Moritz Krasser entschied sich jeweils den Ball in die übervölkerte rechte Außenbahn zu passen.

Das Match stand bis zur 79. Minute auf des Messers Schneide, dann beendet, wer sonst, Tarik Serour mit einer Einzelleistung und einem trockenen Flachschuss die Hoffnungen auf wenigstens einen Punkt. Das 1:4 nach einem Eckball durch Tolunay Gedik war danach nur noch Zugabe und lässt das Ergebnis schlimmer aussehen, als es der Spielverlauf her gab. Nur Optimisten hatten gegen den ursprünglichen Topfavoriten auf den Aufstieg mit einem Erfolg gerechnet, doch er war drin und das gibt für das nächste Schicksalsspiel am kommenden Sonntag in Kuchen doch etwas Hoffnung.

 

TSVN: Vogelmann, Stefan Wilhelm (75. Schruff), Schneider, Moritz Krasser (70. Berger), Glöckler, Matthias Wilhelm, Nagel, Felix Krasser, Plachy (89. Brendle), Wenzelburger (68. Grech), Grözinger

JC Donzdorf: Lache, Lutolli, Maglio, Carfagna (62. Gedik), Özkahraman (84. Wagner), Serour, Yilmaz (74. Isik), Nigl, Hamamci, Lissner, Kotiukov

Schiedsrichter: Ronny Eberhardt

Zuschauer: 80

Tore: 0:1 (15.) Serour, 0:2 (15.) Özkahraman (Foulelfmeter), 1:2 (47.) Nagel, 1:3 (79.) Serour, 1:4 (86.) Gedik

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