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Donnerstag, 29 Oktober 2020 08:50

Vorschau Bezirksliga/Kreisliga B4

Sonntag, 1.11.20, 14.30
TSVN I - FTSV Kuchen I

Sonntag, 1.11.20, 12.30
TSVN II - TSV Altdorf II

Nach dem starken Auftritt beim Tabellenführer in Neuhausen, der leider nicht belohnt wurde, gerät der TSVN zusehends unter Zugzwang und muss deshalb nun dringend den ersten Heimsieg landen...

Die Rauchwolken, die der TSV-Tross von den Fildern mit ins Neckartal gebracht hat, wabern immer noch über dem Aileswasen. Die Empörung über die Geschehnisse an der Schlossstraße ist weiterhin groß, denn den grünweißen Kickern wurde buchstäblich ein Punkt geklaut und der Spitzenreiter hätte den ersten Spritzer auf seine dadurch aber weiterhin blütenweißen Weste bekommen.

Die bislang neun Spiele leiteten acht Mal zumeist junge Schiedsrichter gut bis sehr gut. Dass Fehler passieren wie in Nellingen oder beim FC Donzdorf, wo man kurz vor Schluss selbst von einer umstrittenen Abseitsentscheidung profitierte, ist selbstverständlich und liegt in der Natur der Sache. Immerhin müssen die Schiris in der Bezirksliga ohne Hilfe an der Seitenlinie auskommen. Dass nun ausgerechnet beim immer brisante Lokalderby in Neuhausen ein Unparteiischer das Sagen hatte, der nach gut dünken pfiff oder auch nicht pfiff, brachte den für jeden Punkt dankbar sein müssenden Bezirksligadino um seinen verdienten Lohn. Neben den vielen „kleinen“ Misstönen brachten zwei völlig indiskutable Verfehlungen des Herrn Martinovic die TSV-Anhänger fast aus der Fassung.

 

Sekundenlang demonstrierte der Stuttgarter in der 82. Minute mit nach hinten ausschlagendem Ellbogen dem Sünder Josip Colic, warum er im Mittelkreis den Gästen gnädigerweise wenigstens einen Freistoß zusprechen musste. Luis Guillen lag nach einem schmerzhaften Check am Boden und die einzige Schiri-Reaktion war, den stark blutenden Verletzten vom Platz zu kommandieren. Guillen musste zum Nähen ins Krankenhaus gefahren werden und konnte gleich die Nacht dort verbringen, weil der Verdacht auf Gehirnerschütterung im Raum stand. Für Colic, dem man keine Absicht unterstellen will, gab es nicht mal Gelb, obwohl für solche Vergehen sogar die rote Karte vorgesehen ist.

Dass der Stürmer in der 90. Minute maßgeblich am FV-Siegtreffer beteiligt war, toppte das Ganze noch. Über die Entstehung und die damit verbundene erneut sehr fragwürdige Rolle des Entscheidungsträgers haben wir berichtet. Wie sagte einst ein KSC-Verantwortlicher nach dem denkwürdigen Relegationsspiel gegen den HSV:“ Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte“.

Die Situation ist durch diese Niederlage nun natürlich noch prekärer geworden, sodass ein Dreier und der damit verbundene erste Heimsieg gegen den FTSV Kuchen zwingend notwendig sein wird. Viel einfacher als in Neuhausen wird diese Aufgabe aber beileibe nicht werden. Die Mannschaft aus dem Filstal hat dem TSV schon immer enorme Schwierigkeiten ob ihrer Kampfkraft und Willensstärke bereitet. So in der abgebrochenen Saison, als man im Anken-Stadion wie der sicher Sieger aussah und nach 4:2-Führung doch nur mit einem Punkt die Heimreise antreten konnte.

Der FTSV ist bekannt für seine vorzügliche Jugendarbeit und so können immer wieder eigene Talente hoch gezogen werden. Diesmal war man in Kuchen zudem auch noch auf dem Transfermarkt ungewohnt aktiv unterwegs. Mit Simon Andres wurde ein Abwehrroutinier aus Donzdorf verpflichtet, sowie weitere fünf Verstärkungen geholt. Darunter einer namens Martin Notz vom SC Brühl (Landesliga Mittelrhein), der bereits mit sechs Treffern auf sich aufmerksam gemacht hat. Ebenso oft traf bislang Raphael Schmiedel, wogegen der sehr torgefährliche Marco Gebhart „erst“ drei Einschüsse verbuchen konnte. Auf Rang fünf stehend, hat der FTSV schon vier Zähler mehr eingefahren als der TSVN und das, obwohl die Kuchener ein Spiel weniger ausgetragen haben.

In Neuhausen war Alberto Guillen gezwungen, die Abwehr wegen des gesperrten Abwehrchefs Matthias Wilhelm umzubauen. Er wählte zudem die Variante vom Coup beim JC Donzdorf und hätte mit einer Fünferkette fast wieder Erfolg gehabt. Erstmals in der Startelf stand nach seinem Handbruch Nico Schruff und machte seine Sache ausgezeichnet. Er wurde vom ganz starken Routinier Stefan Wilhelm in der Innenverteidigung geführt. Und noch einer kehrte zu alter Stärke zurück: Lars Glöckler.

Für viel Wirbel sorgte vorne Maurice Grözinger, dessen Vorarbeit zum 1:1 allein das Eintrittsgeld wert war. Es wäre nicht schlecht, wenn der pfeilschnelle Angreifer sein Können auch mal auf die heimische Wiese bringen könnte, zumal seine Topleistungen zumeist auf fremden Geläuf statt fanden. Gegenüber der jüngsten Vergangenheit halten sich die Verletzungen bis jetzt einigermaßen in Grenzen, wobei neben den Dauerpatienten Max und Max (Sperl/Falter) diesmal vermutlich Luis Guillen ausfallen wird. Corona birgt natürlich auch immer die Gefahr von kurzfristigen Ausfällen in sich. Zurückkehren wird Abwehrchef Matthias Wilhelm, wenngleich der Defensivverbund zuletzt ohne Fehl und Tadel agierte, sieht man einmal vom ungeschickten Verhalten beim FVN-Siegtreffer ab. Und auch der in Neuhausen wegen Erkrankung die Woche über zunächst nicht eingesetzte Moritz Krasser dürfte wieder fit sein.

Alles ist jedoch Makulatur, sollte die eventuell von der Politik geplante neuerliche Einstellung des Amateursports zum Tragen kommen.

 

 

TSVN II

 

Der in dieser Deutlichkeit (5:0) kaum zu erwartende Sieg der Zweiten beim TSGV Großbettlingen sollte dem jetzt Tabellenfünften weiter Auftrieb geben. Zwar zählt der TSV Altdorf II nicht mehr zum Kanonenfutter wie das mal der Fall war, doch mit Links wird auch dieser Gegner nicht weg geräumt werden können. Immerhin trotzte der TSVA unlängst dem derzeitigen Vize SV Aich ein 0:0 ab. Um das zwischenzeitlich erreichte Mindestziel untermauern zu können, wäre alles andere als ein Sieg ein Rückschritt.

Gelesen 168 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 29 Oktober 2020 08:58
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