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Montag, 02 März 2020 07:59

Bezirkspokal-Achtelfinale

TV Unterboihingen - TSVN 1:5

Bei kompliziertesten Platzverhältnissen versuchte es der TSVN mit Kombinationsfußball und erlitt dabei in Unterboihingen beinahe Schiffbruch. Viertelfinale gegen den VfL Kirchheim...

Die Kommandobrücke um Alberto Guillen änderte zur Halbzeit den Kurs, der Bezirksliga-Dampfer steuerte in ruhigere Fahrwasser und legte am Ende sicher im Viertelfinal-Hafen an. Freilich hätte der klassentiefere TVU in Halbzeit eins die Partie in seine Richtung lenken können, ließ aber einfach zu viele Chancen liegen. Dabei begann das durch die fast irregulären Bedingungen nur Schonkost bietende Match ganz nach dem Geschmack des A-Ligisten.

Manuel Schneider, Philipp Wenzelburger und vor allem Matthias Wilhelm veranstalteten im eigenen Sechzehner einen Veitstanz um das unkontrolliert hüpfende Leder. Letzterer versäumte es gegen den aufmerksam gewordenen Joha Ahmad rechtzeitig zu klären und schon endete die Slapstick-Nummer im Netz von Marc Vogelmann. Der Uhrzeiger hatte da noch keine Umdrehung hinter sich. Die Elf von Daniel Zeller war damit im Vorteil und versäumte es, diesen auszubauen. Marc Vogelmann war bei einem gefährlichen Freistoß auf dem Posten (14.) und stand danach weit vor seinem Kasten, als es Philipp Zeller mit einem Heber aus 45 Metern probierte. Hauchdünn segelte der Ball an der Dreiangel vorbei (21.).

In der 27. Minute unterlief Max Sperl ein auch dem holprigen Boden geschuldeter Fehlpass, den TSV-Goalie Vogelmann aber klasse ausbügelte. Zwei Minuten später stieg abermals Sperl nach einer Freistoßhereingabe hoch und lenkte die Kugel mit dem Scheitel an den eigenen Pfosten. Eine Halbchance war bis dahin das einzig Nennenswerte, was die Grün-Weißen zustande brachten, wären in der 45. Minute aber beinahe noch vor dem Pausenpfiff zum Ausgleich gekommen. Steven Klotz verhinderte jedoch gegen den vor ihm aufkreuzenden Maurice Grözinger den Einschlag.

 

In der Halbzeitpause änderte der TSV System und Spielweise. Drei Stürmer und einfachere Pässe waren fortan angesagt und prompt übernahm der Bezirksligist das Kommando. Der etwas angeschlagene Grözinger erlief sich einen zur Seite geklärten Ball, beförderte ihn mit der Picke nach innen und Ben Twardygrosz lenkte per Kopf zum 1:1 ein (48.). Zwischenzeitlich war der noch an einem Bänderriss laborierenden Darius Stehling gekommen und dessen erster Ballkontakt bedeutete in der 57. Minute das 1:2. TVU-Keeper Klotz hatte nur mit Mühe einen Schuss von Robin Plachy abwehren können und Stehling war zur Stelle.

Stehling sorgte weiter für Betrieb und wurde von den Beinen geholt, wobei man über die Berechtigung dieses Elfmeters geteilter Meinung sein konnte. Eine totale Fehlentscheidung war es jedenfalls nicht. Ben Twardygrosz wars egal und traf sicher zum 1:3 (63.). Glasklar allerdings war der Pfiff von Sven Arnold in der 69. Minute, als Max Sperl's Solo abrupt mit einer Grätsche gestoppt wurde. Diesmal lief Darius Stehling vom Punkt aus an und auch der zweite Elfer saß bombensicher zum 1:4. Der Gast vom Aileswasen hatte nun alles unter Kontrolle und Robin Plachy beendete seinen fulminanten Flankenlauf mit einer halbhohen Hereingabe, die Stehling knapp verpasste (72.). Den Schlusspunkt setzten wieder die Hausherren – mit einem Eigentor. Manuel Schneider trat endlich mal einen Freistoß so, wie man das gerne öfters sehen würde. Mit viel Zug aufs lange Eck kam die Flanke und Pascal Herrmann hechtete das Flugobjekt ins Gehäuse von Stevn Klotz. Damit fiel der Neckartailfinger Sieg etwas zu hoch aus, war aber auf Grund der Steigerung in Halbzeit zwei verdient. Nach dem Testdebakel in Ober- zeigte der TSVN eine starke Reaktion in Unterboihingen und verhinderte eine von vielen befürchtete Blamage. Im Viertelfinale erwischte der TSVN das wohl schwierigste Los und empfängt am Ostermontag den VfL Kirchheim.

 

TSVN: Vogelmann, Schneider, Wagner, Luis Guillen (82. Krämer), Matthias Wilhelm, Robin Plachy, Sperl (74. Falter), Wenzelburger (56. Stehling), Grözinger (81. Kevin Plachy), Schellander, Twardygrosz

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